Info zu FPV und Videos mit Flugmodellen

Modellraketen

Eine etwas spezielle Form von Flugmodellen stellen Modellraketen dar. Sie werden nicht per Fernsteuerung gelenkt, sondern folgen nach dem Start einem festen "Programm": einige Sekunden maximaler Schub, dann je nach Modell einige Sekunden Flug ohne Antrieb bis zum Gipfelpunkt der Flugbahn, dort Auslösung des Bergungssystems (meist ein Fallschirm), dann die gebremste Rückkehr zum Boden. Es gibt gerade in Sachen Sicherheit bei Modellraketen einiges zu beachten. Eine der besten deutschsprachigen Informationsquellen zu dem Thema ist das Forum raketenmodellbau.org, wo neben der Funktion, Bezugsquellen etc. auch die juristischen Aspekte behandelt werden, dazu Links zu verschiedenen Portalen und Vereinen.

Einige der Eckpunkte: in Deutschland dürfen zugelassene Raketenmotoren und Elektrozünder ab 18 Jahren erworben werden. Modelle unter 20g Treibsatzgewicht dürfen ohne Anmeldung des Starts gestartet werden, sofern der Grundstückeigentümer das gestattet und der kontrollierte Luftraum nicht verletzt wird. Dieser Punkt ist natürlich auch bei Flächen- und Helikoptermodellen etc. zu beachten. Man darf nur bei schönem, windstillen Wetter mit großem Sicherheitsabstand zu Personen etc. starten. Modelle mit stärkeren Motoren (P2- oder T2-Modelle genannt) dürfen ohne spezielle Berechtigung in Deutschland überhaupt nicht gestartet werden, Modelle mit mehreren Motoren oder Stufen ebenfalls nicht.

Es ist sehr zu empfehlen, statt Zündschnüren nur Elektrozünder zum Start der Raketenmotoren zu verwenden, das ist sicherer. Eine stabile Startrampe kostet nicht viel und ist Pflicht. Die Raketenmodelle werden von den Herstellern üblicherweise nach der Komplexität und Schwierigkeit des Aufbaus eingeteilt in:

  • Fertigmodell
  • Schnellbausatz
  • Level 1
  • Level 2
  • Level 3
  • Level 4

Hier ein typisches Raketenmodell, ein Schnellbausatz des Herstellers Estes Rockets:

Modellrakete

Am oder im Modell kann man an geeigneter Stelle leichte Miniaturkameras anbringen (z. B. eine Keycam mit unter 20g Gewicht), um so Luftaufnahmen mit der Modellrakete zu machen. Dabei ist es wichtig, dass die Kamera keinen Kontakt mit den heißen Gasen der Ausstoßladung bekommt, die den Berge-Fallschirm entfaltet; außerdem ist wichtig, daß der Schwerpunkt der Modellrakete erhalten bleibt, so dass sie nicht vom senkrechten Aufstieg abgelenkt wird. Die Kapsel der Rakete ist in der Regel ein guter Ort, um die Minikamera einzubauen, so wie im folgenden Video mit einer HD-Keycam #11 in der Kapsel des Modells SuperBird:

 

Keycam #11 / SuperBird D7-3